Die Hälfte Barleben stellt sich vor.

Neben diesem Gemeinschaftsprojekt bin ich bei Blogspot mit weiteren Blogs vertreten. Man findet mich auch auf Flickr und in diversen Foren. Ansonsten, wenn ich nicht grade schreibe, spiele ich Handball, höre gern Musik, male und fotografiere. Wer irgendwo den Nick Dimitjana entdeckt, kann ziemlich sicher sein, dass er mich entdeckt hat.

Viel Spaß.

Sean Dimitjana Barleben


Auch die Hälfte Nebeling stellt sich vor.

Neben diesem Gemeinschaftsprojekt bin ich bei DeviantArt und in Foren unterwegs. Meist als Badfinger, aber ich denke mit nun 30 Jahren auf dem Buckel sollte man zu seinem Namen und Taten stehen. Ich hab mittlerweile mehr als vierzig Kurzgeschichten geschrieben, eins, zwei Veröffentlichungen erzielt und sehe das Schreiben als Hobby an. Beruflich stehe ich auch vor einem Neuanfang, da ich von Siemens nun zu einer neuen Firma gewechselt bin. Dieses Projekt ist ein Weg wieder mehr die Kreativität die mich durch mein bisheriges Leben geführt hat wieder zu betonen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Marcel Nebeling

Montag, 24. September 2007

Der Fall Lenard (Splitter01)

Die Zeit im Regen schien ihn irgendwie all die Gedanken des Selbstmords vergessen zu lassen; diese Unruhe in ihm, die ihn zu diesem Ort geführt hatte. Es schien als würde die Welt nicht mehr lange existieren, als war sie am Rande des Zusammenbruchs und der Regen in seinem Gesicht war so kalt. Kalt und eisig, wie all seine Gedanken und Gefühle die versackten im Packeis seiner gefangenen Seele. Seine Augen suchten nach dem Licht, aber es gab hier nur Dunkelheit. Eine Welt aus Schatten, ohne Schärfe, farblos und makellos, ohne Form und Sinn. Er atmete schwer, er jagte seinem Traum hinterher. Doch da war nichts, nur gefühlslose Leere.

Er saß auf dem Bordstein, gegen das rechte Rad des Mustangs gelehnt. Die Regentropfen fielen ohne Hast, fielen so zeitlos und verwandelten die Welt in ein dampfendes Nass. Er begann zu singen, doch seine Worte waren nur ein Wirrwarr ohne Sinn und Bedeutung. Seine Augen rollten, die Lippen wurden kalt und er glaubte zu ertrinken. Dann kam der erste Schlag, tief in ihm, es ließ ihn erwachen, bis er schrie. Er saß sie in dem Hotelzimmer. Sah sie dort stehen, im offenen Fenster und in dem Augenblick, das sie los lies, hörte er sie wispern… Was? Seinen Namen? Und wenn, warum rief sie nach ihm?

Noch immer in dieser Welt, am Rad des Autos lehnend, flüsterte er, was er sie sagen, rufen, weinen hörte, doch der Wind trug jedes Wort davon. Er entriss ihm ihren Namen, und als er die Augen schloss, spürte er die Regentropfen wie tausend Nadeln.

Er war am Ende des Weges; er war hier wo alles began und wo es enden mochte. Ihm war das schmerzlich bewusst. Die Erinnerungen...

Mit dem Anbruch eines neuen Tages war er hinter das Steuer des Mustangs gestiegen und davon gerast. Weg von der Stadt, wo er nur eine Sehle im Schmelztiegel tausender Verlorener war, wo man sich nicht an ihn erinnern würde, weil sein Name nur einfach ein Wort war. Niemand würde ihn vermissen.

Der Wagen war gestohlen, aber er liebte ihn.

Der Mustang saß dort am Randstein, wie ein Tiger bereit ihn aus dem Asphaltjungle heraus zu geleiten, der New York war. Er hatte gewusst dieser Tag war genau der auf den er gewartet hatte. Der Tag der Veränderung, als er in dem kleinen Hotelzimmer erwachte, wo er sich von der Welt versteckte, die ihn nur mit Erinnerungen belastete, die er vergessen wollte. Der Kaffee war so bitter wie immer gewesen, wie alles seit jenem Tag, da die Dunkelheit in sein Herz geschlichen war. Der Regen schien sein Freund zu sein, jedenfalls dachte er das während der F
lucht.

Keine Kommentare: